Kia Picanto 1,1: Der kleine Koreaner

      Kia Picanto 1,1: Der kleine Koreaner

      Kleinwagen sind Trend. Gut, dass der koreanische Autohersteller Kia mit dem Picanto auch einen Kleinwagen zum günstigen Preis anbieten kann. Das 3,50 Meter kurze Fahrzeug hat in Deutschland einen Einstiegspreis von 8700 Euro. Unser viertüriger Testwagen kostete 10 750 Euro wegen der höherwertigen Ex-Austattung.

      Der Kia Picanto wird von einem 1,1-Liter-Benziner der 48 kW/65 PS und einem maximalen Drehmoment von 97 Newtonmeter einigermaßen flott vorangetrieben. 15,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h reichen zum Mitschwimmen ebenso wie die Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h. Nur bei voller Beladung mit vier Erwachsenen wird das Fahren mühsam. Der Verbrauch soll laut Herstellerangaben 4,9 Liter Normalbenzin betragen. Der Kleinwagen erfüllt die Euro 4 Norm.

      In der Basisversion hat der kleine Koreaner vier Airbags und ABS mit einem elektronischen Bremsassistenten an Bord. In der Ex-Ausstattung verfügt er zusätzlich über elektrische Fensterheber, Servolenkung sowie eine Klimaanlage plus Sitzheizung, Leder überzogenen Schaltknauf und ein Lederlenkrad, das in der Höhe verstellbar ist.

      Der kleine Koreaner ist mit 1,48 Meter recht hoch und 1,60 Meter breit. Trotz der sehr kompakten Abmessungen finden die vier Erwachsenen, für die er zugelassen ist, erstaunlich bequem Platz in dem Gefährt. Der Kofferraum wird bei einem Inhalt von 127 Litern seinem Namen nicht gerecht. Offenbar haben koreanische Getränkekisten andere Abmessungen, denn für das Einladen von Bier- oder Colakisten muss die Laderaumabdeckung ausgebaut und die Rücksitzbank umgelegt werden. Das funktioniert mit der kompletten Rückenlehne oder im Verhältnis 60:40. Insgesamt lässt sich der Laderaum so auf 868 Liter vergrößern.

      Zierlich und niedlich wie der Laderaum ist auch das Radio. Es wurde offenbar für die zierlichen Finger der Asiaten optimiert, was bei so manchem ausgewachsenen Mitteleuropäer für Probleme bei der Bedienung sorgen kann. Der Klang kann sich allerdings hören lassen.

      Das Design ist frech und modern und erweckt auch gerade bei Frauen einen gewissen Mutterinstinkt. Vorn sorgen der trapezförmige Grill und die großen Scheinwerfer für einen freundlichen "Blick", hinten fällt besonders die gewölbte Heckscheibe auf. Innen beherrscht Hartplastik in nicht überall überzeugender Verarbeitung das Bild. So zeigten zwischen dem Armaturenbrett und den Türverkleidungen - sicherlich ungewollte - farbliche Unterschiede.

      Der Picanto empfiehlt sich Alles in Allem als preisgünstiger Zweitwagen für Städter. Er lässt sich leicht Parken und gut fahren. Beim Einkaufen muss man sich allerdings zu helfen wissen und vor größeren Besorgungen bedenken, dass der Picanto dann vom Vier- zum Zweisitzer wird.



      Quelle

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