Mazda MX-5: Allein auf weiter Flur

      Mazda MX-5: Allein auf weiter Flur

      Wie kein anderer steht der Mazda MX-5 für die Fahrzeugklasse der preiswerten Roadster. Zu Beginn der neunziger Jahre hat der Japaner das Segment neu belebt, der Marke Mazda zusätzlichen Glanz verliehen und viele andere Hersteller zur Nachahmung inspiriert. Mittlerweile ist es im Umfeld des MX-5 wieder ruhiger geworden. Die Zukunft des MG-TF von Rover ungewiss, die Produktion von Fiat Barchetta und Toyota MR2 eingestellt. Da kommt die neue, mittlerweile dritte Generation des Mazda-Zweisitzers gerade recht. Ab Ende Januar steht der Kult-Roadster optisch und technisch auf dem neuesten Stand bei den Händlern. Und dies zu einem Basispreis von 21 190 Euro, der offenes Fahren der knackigen Art auch weiterhin erschwinglich erscheinen lässt.

      Der kleine Mazda ist wirklich völlig neu entwickelt, bis auf die seitlichen Blinkerleuchten der Europa-Version wurde kein einziges Teil aus dem alten Modell übernommen. Die Benzinmotoren sind zwar aus anderen Fahrzeugen der Marke bekannt, kommen im Roadster jedoch zum ersten Mal zum Einsatz. Der 1,8-Liter-Motor leistet 93 kW/126 PS und das 2,0-Liter-Aggregat 118 kW/160 PS.

      Untermotorisiert ist man weder mit der einen, noch mit der anderen Version. Allerdings benötigt vor allem das schwächere Aggregat Drehzahl, um den notwendigen Biss zu entwickeln. Das kurz übersetzte und mit kürzesten Schaltwegen aufwartende Getriebe - leider nur in der Spitzenversion "Expression" mit sechs Gängen - macht wie eh und je großen Spaß. Die ideale Lastverteilung von je 50 Prozent auf den Achsen sorgt für das MX-5-typische Kart-Feeling. Der kleine Roadster giert geradezu nach engen Kurven. Allerdings lässt er sich auch sehr komfortabel fahren. Bodenwellen und kurze Stöße verarbeitet er eine Klasse besser als sein Vorgänger. Auch die Lenkung ist wieder nahezu perfekt, wenn auch nicht ganz so direkt ausgefallen.

      Fortschritte birgt der MX-5 ansonsten allerorten. Das Verdeck wirkt noch hochwertiger und lässt sich immer noch im Sitzen innerhalb weniger Sekunden von Hand öffnen und schließen. Angenehm ist der Platzgewinn im Innenraum, vor allem in Sachen Ellenbogenfreiheit. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm (DSC) und jetzt vier statt vorher zwei Airbags sorgen für ein deutlich verbessertes Sicherheitsniveau.

      Trotz der vielen Verbesserungen, neuer Motoren und dem erstklassigen Fahrwerk: Mazda ist die Veränderungen mit viel Feingefühl angegangen, so dass der in zwei Generationen erarbeitete Charakter des Fahrzeugs nicht verloren ging. Der Mazda MX-5 hat in der Preisklasse zwischen 21 000 und 27 000 Euro derzeit zwar eine Alleinstellung, doch auch eventuelle neue Wettbewerber werden es gegen den kultigen Zweisitzer schwer haben.



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