Ecclestone will "weniger Demokratie" in Formel 1

      Ecclestone will "weniger Demokratie" in Formel 1

      Nach dem Skandalrennen von Indianapolis hat sich Formel-1-Boss Bernie Ecclestone für eine Neuordnung der "Königsklasse" ausgesprochen. Es dürfe jetzt nicht so weit kommen, dass die Hersteller das Sagen hätten: "Denn sie können jederzeit aussteigen, und diese Bedrohung wird nie verschwinden", sagte der 74-Jährige im Interview der Bild am Sonntag.

      "Die Formel 1 verkommt zur Demokratie"
      Das Mini-Rennen von Indy mit nur sechs Autos hat gezeigt, dass Ecclestone offenbar die Fäden immer mehr aus der Hand gleiten. Die Zeit seiner Diktatur scheint vorbei, wie der Brite selbst zugibt: "Die Formel 1 verkommt mehr und mehr zur Demokratie. Das ist das Problem."

      Daher müsse man nun schnellstens einige Dinge wieder loswerden und dahin kommen, wo die Formel 1 früher war, meint Ecclestone: "Ohne die Banken, all die Abhängigkeiten und die politischen Machtspiele."

      Eine eigene Rennserie, mit der die Automobilhersteller im Kampf um Macht und Millionen bereits seit einiger Zeit drohen, werde laut Ecclestone nie funktionieren. Deshalb müsse man nun eine gemeinsame Lösung finden und die Teams besser in die kommerziellen Geschäfte einbinden.

      Der Engländer hat auch schon einen Vorschlag: "Ab 2008 biete ich den Herstellern 50 Prozent mehr vom Vermarktungsgeld an." Ferrari, Red Bull und Jordan hätten dieses neue Handels-Abkommen bereits unterschrieben, sagt Ecclestone.

      "Streit muss aufhören"
      Das größte Problem der Formel 1 sieht Ecclestone aber darin, dass inzwischen jeder überall mitreden wolle. Der Weltverband FIA, der sich eigentlich nur um die sportlichen Belange kümmern sollte, wolle plötzlich ein Mitspracherecht in kommerziellen Dingen. Die Hersteller würden immer mehr Macht und Geld fordern, und die FIA sowie Ferrari streiten mit den anderen Teams. Ecclestone fordert unmissverständlich: "Das muss aufhören."
      Trotz der Schande in Indianapolis sei die Zukunft der Formel 1 wegen eines Rennens nicht in Gefahr. Ecclestone: "Wir haben schon andere schlimme Zeiten bewältigt. Und trotz des Image-Schadens bin ich überzeugt, dass die Marke Formel 1 noch immer eine enorme Strahlkraft besitzt."

      Natürlich schmerze ihm das Herz, wenn er die Formel 1 so leiden sehe. Aufgabe oder Rückzug ins Privatleben komme für ihn aber längst noch nicht in Frage: "Ich mache alles, damit die Formel 1 bestehen bleibt. Ich habe 35 Jahre meines Lebens in diesen Sport investiert. Das darf nicht einfach so zerstört werden."

      © Sport-Informations-Dienst
      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"

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