Formel-1-Machtkampf immer härter

      Formel-1-Machtkampf immer härter

      Der Kampf um die Macht in der Formel 1 wird kurz vor dem Gipfeltreffen von Motorenherstellern und Teamchefs mit immer härteren Bandagen geführt.
      Vier Tage vor dem Großen Preis von Großbritannien treffen sich die fünf Motorenhersteller BMW, Mercedes, Renault, Honda und Toyota sowie acht der zehn Teamchefs am 6. Juli in München, um über das Konzept für die zukünftige Ausrichtung in der Formel 1 zu beraten.

      Geplatzt ist dagegen die geplante Aussprache der Fahrer zwei Tage vor dem elften Saisonrennen am 10. Juli in Silverstone mit Max Mosley. Der Präsident des Automobil- Weltverbandes FIA verschob das Fahrer-Meeting. Bei der Zusammenkunft sollen auch Konsequenzen aus dem Skandalrennen in Indianapolis gezogen werden.

      Als letztes der sieben Michelin-Teams legte der österreichische Rennstall Red Bull Racing Berufung gegen das FIA-Urteil ein, nach dem die wegen Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Reifen nicht angetretenen Teams in zwei von fünf Punkten schuldig gesprochen worden waren. Im Gegensatz zu den anderen Boykotteuren des Indianapolis-Rennens hatte sich Red Bull vor diesem Schritt Bedenkzeit erbeten: "Doch wir haben keine andere Wahl, als uns den anderen Teams anzuschließen und gegen das FIA-Urteil Rekurs einzulegen", sagte Teamchef Christian Horner.

      Bereits zuvor legte die FIA die endgültige Fassung der Regeln für die Saison 2008 vor, die im wesentlichen den vor dem Indianapolis-Grand-Prix gemachten Vorschlägen entsprechen. Nach der Farce beim US-Rennen, als nach den Reifenproblemen der Michelin-Teams nur die drei Bridgestone-Rennställe an den Start gegangen waren, wurde in die Schlussversion eine zusätzlicher Passus eingefügt. Sollte ein Reifen sich als nicht haltbar erweisen, darf ein "Notfallreifen" aufgezogen werden. Allerdings baut die FIA für die Zukunft sowieso auf den Einheitsreifen.
      Beim Formel-1-Gipfeltreffen in München wird Ferrari einmal mehr nicht dabei sein. Die Italiener haben bereits das neue Concorde Agreement akzeptiert und sich auf die Seite der FIA geschlagen. Unklar ist, ob Jordan-Honda an dem Meeting teilnehmen wird, bei dem der Gegenentwurf zum FIA-Konzept erarbeitet werden soll. Vor der Sommerpause, die nach dem Großen Preis von Ungarn am 31. Juli beginnt, soll es vorliegen. Red Bull Racing, im nächsten Jahr mit Ferrari-Motoren unterwegs, wird nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA hingegen durch Horner vertreten sein.

      Ferrari-Teamchef Jean Todt stärkte FIA-Präsident Mosley bereits den Rücken und machte Front gegen die anderen Teams: "Sie setzen alles daran, dass er sein Amt niederlegt. Es geht nicht um die Sicherheit, es geht auch nicht um Reifen, es geht um Politik."

      Auch deshalb findet das geplante Treffen der Fahrer mit Mosley nicht statt. Nach Informationen eines Internetanbieters hat der FIA-Präsident das Treffen mit den Formel-1-Piloten verschoben und die Fahrer per Brief informiert. Vor allem über den Vorstoß von David Coulthard, einem der Sprecher der Fahrergewerkschaft GPDA, war Mosley nicht glücklich.

      Coulthard, der seinen Vertrag mit dem österreichischen Red-Bull-Team bis zum Jahr 2006 verlängerte, habe "die Aussicht auf das Meeting als Grund benutzt, die persönlichen Meinungen über die momentanen Regeln der Presse zu erläutern" schrieb Mosley. "Ich wäre daher glücklich darüber, alle Fahrer zu einem Termin, der für beide Seiten angenehm ist, zu einem formalen Treffen nach Paris oder Monaco einzuladen." Coulthards Kommentare hätten "das Ziel für das Treffen in Silverstone verzerrt und machten eine ruhige Diskussion unmöglich. Daher wird das Meeting nicht stattfinden."

      quelle: gmx
      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"

    Weitere Partner von Jacatu:

    Schrubbkarre  Cheats  Team Vogt  Oldieboard  Automarkt  Auto  Versicherungvergleich online  Auto Magazin  TitanXXL