Paffett siegt in Oschersleben

      Paffett siegt in Oschersleben

      Oschersleben - Nur eine Woche nach dem Le-MansTriumph hat Mercedes Audi die Sektstimmung ein wenig vermiest.

      Der Brite Gary Paffett feierte beim 5. Saisonlauf in Oschersleben den zweiten Sieg in diesem Jahr und machte das Titelrennen wieder spannend.

      Der 24-Jährige setzte sich vor 48.000 Zuschauern in einer AMG-Mercedes C-Klasse gegen Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden) im Abt-Audi A4 durch.

      "Eine beeindruckende Leistung"

      Paffett hat nach seinem Husarenritt 34 Punkte auf dem Konto und verkürzte den Rückstand auf den weiterhin in der Meisterschaft führenden Ekström auf nur noch einen Punkt.

      "Wir haben noch sechs Rennen, da ist alles drin. Ich bin bereit für den Titel", sagte Paffett. Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte seinen Fahrer in den höchsten Tönen: "Es gab mehrere Siegkandidaten, aber Gary hat einen perfekten Job gemacht und verdient gewonnen. Vier Mercedes-Siege in fünf Rennen - das ist eine beeindruckende Leistung."

      Dritter wurde nach 44 Runden Paffetts Landsmann Jamie Green in einem weiteren AMG-Mercedes vor dem viermaligen DTM-Champion Bernd Schneider (St. Ingbert/Mercedes) und Le-Mans-Sieger Tom Kristensen (Dänemark/Audi).

      Häkkinen scheidet aus

      Keine Chance hatten die ehemaligen Formel-1-Stars. Der zweimalige Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland/Mercedes) schied nach einem spektakulären Ausflug durch die Wiese aus.

      Opel-Pilot Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach), der zuvor in Brünn als Dritter erstmals auf dem Podium stand, enttäuschte diesmal auf Position 14.

      "Ich bin ein bisschen enttäuscht nach unserem Chaos beim Start, das war die Vorentscheidung", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der sich einen Seitenhieb auf die Rivalen aus Stuttgart aber nicht verkneifen konnte: "Auch wenn wir diesmal nicht gewonnen haben, war zu sehen, wer heute die schnellsten Autos hatte."

      Fehlstart von Kristensen

      Meister Ekström allerdings war zufrieden: "Dafür, dass ich vom fünften Startplatz gekommen bin, ist das ein tolles Ergebnis. Ich habe alles aus dem Auto geholt, mehr war nicht drin."

      Pech hatte Tom Kristensen. Der Däne, der am Sonntag zuvor mit dem siebten Le-Mans-Sieg Motorsport-Geschichte geschrieben hatte, legte einen Fehlstart hin und fiel von der Pole-Position in die letzte Reihe zurück.

      Hinter dem Audi-Piloten lag nach der ersten Runde nur Mika Häkkinen auf dem 20. Platz.

      "Ich war zu schnell"

      Für Häkkinen war das Rennen schon nach dem ersten Boxenstopp in Runde sieben gelaufen.

      Nach einer Panne beim Radwechsel fiel der Finne erneut aussichtslos auf den letzten Platz zurück. Eine Runde später war der Arbeitstag für den 36-Jährigen endgültig beendet.

      Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verlor Häkkinen die Kontrolle über den AMG-Mercedes, schleuderte spektakulär über die Wiese und strandete schließlich im Kiesbett. "Das war mein Fehler, ich war einfach zu schnell", sagte der Finne.

      Dänische Aufholjagd

      Deutlich besser lief es für Kristensen, der nach verschlafenem Beginn viel Boden gutmachte.

      Nach 16 Runden hatte sich der Däne, der vor dem Start von Arbeitgeber Audi für den Le-Mans-Triumph zum König gekrönt wurde, schon bis auf den fünften Rang nach vorne geschoben.

      Die Führung behauptete sein Teamkollege Ekström, der aber wenig später von den Mercedes-Piloten Paffett und Green auf Rang drei verdrängt wurde, ehe er Green mit einem tollen Manöver wieder überholte.

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