FAHRBERICHT: Hyundai Getz 1.3 GLS

      FAHRBERICHT: Hyundai Getz 1.3 GLS

      Keine andere Marke ist im vergangenen Jahr hierzulande derart durchgestartet wie Hyundai. Während der Gesamtmarkt deutlich rückläufig war, haben die Koreaner ihre Zulassungszahlen um 38 Prozent (!) auf 28500 hochgeschraubt. Dass dieser Trend fortgesetzt wird, dafür soll vor allem der im vergangenen September vorgestellte Getz sorgen. Mit geplanten 11000 Einheiten soll der in jeder Hinsicht flotte Kleinwagen im laufenden Jahr den Matrix von Platz eins der Firmen-Hierarchie verdrängen. Dass er das Zeug dazu hat, steht fest, auch wenn es zugegeben Liebe auf den zweiten Blick war.
      KAROSSERIE ***
      Die Schokoladenseite des kleinen Koreaners, der von vorn eher unscheinbar wirkt, ist fraglos sein knuffiges Heck, das ihm in der dicht besiedelten Corsa-Klasse ein hohes Maß an Eigenständigkeit verleiht. Trotz seiner kompakten Außenmaße (3,81 m lang/1,66 m breit/1,49 m hoch) wartet der Drei- bzw. Fünftürer mit ungewöhnlich viel Platz auf. Selbst im Fond kann man sich über mangelnde Kopf- und Beinfreiheit nicht wirklich beklagen. Bei zusammengefalteten Rücksitzen entsteht zudem eine Ladefläche von stolzen 977 Litern. Einziges Manko: die zu hohe Ladekante.

      FAHRLEISTUNG **
      Will der ausschließlich für den europäischen Markt entwickelte Getz der "Konkurrenz" sein hübsches Heck zeigen, muss er sich allerdings schon sputen. Mit seinen 60 kW/82 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 117 Nm ist der 1.3 GLS nicht gerade ein Energiebündel, erreicht mit etwas Anlauf aber immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 163 km/h. Wer es etwas zügiger mag, der muss sich schon für die 1,6-l-Top-Motorisierung (77 kW/105 PS) entscheiden, oder noch besser auf den für Mitte des Jahres angekündigten Common-Rail-Diesel warten.

      FAHRVERHALTEN ***
      Auch wenn seine Langstreckentauglichkeit unbestritten ist und unser Testfahrzeug im Stop-and-Go-Verkehr auf der Autobahn praktisch jedes Tempo mitgeht, so richtig wohl fühlt sich der Getz vor allem in der Stadt. Seine leichtgängige, direkte Lenkung lässt den wendigen kleinen Koreaner mühelos in jede Parklücke kommen. Die wohl dosierte Fahrwerksabstimmung "schluckt" dabei auch schon mal anstandslos das ein oder andere Schlagloch und eine großzügig dimensionierte Bremsanlage mit serienmäßigem 4-Kanal-ABS sorgt notfalls auch für sicheren Rückhalt.

      AUSSTATTUNG **
      Überhaupt kann sich die Serienausstattung des Getz sehen lassen. Sechs Airbags, Servolenkung, höhenverstellbare Kopfstützen und Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen fünf Sitzen, elektrische Fensterheber (vorn), eine im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbare Rücksitzbank und Zentralverriegelung für den Fünftürer gehören bereits bei der Basisversion zu den in dieser Klasse nicht unbedingt zu erwartenden Standards. Was auf den ersten Blick stört, ist dagegen die allzu auffällige "Plaste", die Cockpit und Seitenverkleidungen billig wirken lassen.

      GELDWERT/UMWELT ***
      Der Trumpf des designierten Hyundai-Bestsellers ist fraglos sein Preis: mit 9890 Euro für die dreitürige 1,1-Liter-Basisversion (46 kW/63 PS) ist der Getz vor allem auf Grund seiner Komplettausstattung nahezu konkurrenzlos. Die beiden stärkeren Benziner-Motoren gibt es dagegen ausschließlich in Verbindung mit GLS-Ausführung. Kostenpunkt: zwischen 11290 und 13990 Euro. Nicht ganz so gut schneidet der Koreaner beim Verbrauch ab: 8,1 l im Testdurchschnitt bei eher defensiver Fahrweise sind eindeutig zu viel und liegen weit über der Werksangabe von 6,2 l.
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      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"

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