Kia Sorento 2.5 CRDi EX, Ssangyong Rexton RX 290 s: Auf dem Sprung

      Kia Sorento 2.5 CRDi EX, Ssangyong Rexton RX 290 s: Auf dem Sprung

      Mit viel Elan starten Kia Sorento 2.5 CRDi EX und Ssangyong Rexton RX 290 s ins Revier der Etablierten aus Japan und Europa.


      Ssangyong Rexton – klingt wie der Name eines dieser Dino-Monster, das in drittklassigen japanischen Katastrophenfilmen Hochhäuser niedertrampelt und Eisenbahnzüge verschlingt. Nun, ganz so martialisch führt sich der Hoffnungsträger der seit Anfang des Jahres in Deutschland wiederauferstandenen Offroad-Profis aus Korea nicht auf.

      Sein mit einer Vierstufenautomatik gekoppelter 2,9-Liter-Fünfzylinder (145 PS, 309 Nm Drehmoment) vermittelt bei moderatem Tritt aufs Gaspedal Temperament und Geräuschkulisse eines startenden Linienbusses – inklusive der etwas ruppigen Schaltvorgänge. Beim Kickdown oder im Sportprogramm röhrt er gezwungenermaßen in höheren Lagen und schiebt den Rexton 290 s (37.990 Euro) in respektablen 13,3 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 177 km/h.

      Der 2,5-Liter-Common-Rail-Vierzylinder des Kia Sorento 2.5 CRDi (29.795 Euro) schnürt, nach einer kurzen, von vernehmlichem Nageln begleiteten Warmlaufphase, willig durch die Stufen der Viergangautomatik, hängt in allen Drehzahlbereichen fein am Gas. Die 140 PS und 314 Newtonmeter kommen mit den zwei Tonnen Gewicht gefühlsmäßig gut zurecht, dennoch muss sich der Kia in Sachen Fahrleistungen dem Rexton geschlagen geben.


      Kia leichter manövrierbar

      Sorento-Passagiere müssen nach dem Start an kalten Tagen etwas länger frieren, dürfen dafür aber im steifen, weitgehend knisterfreien Innenraum auf körpergerechten Vordersitzen Platz nehmen. Die im Gegensatz zum wenig ausgeformten Rexton-Gestühl sogar Seitenhalt vermitteln.

      Darauf kommt es beim Rexton ohnehin nicht an: Das große Volant mit seiner leichtgängig-indirekten Übersetzung, die sich bei schnellen Manövern stark verhärtet, sowie die poltrige, unsensibel agierende Federung unterbinden den Wunsch nach rasanter Querbeschleunigung im Keim. Die zügige Gangart liegt dem Sorento zwar auch nicht, er kurvt aber immerhin fast Pkw-mäßig durch die Gegend.

      Der Kia lässt sich wegen seiner kompakteren Gestalt und kürzerer Überhänge etwas leichter durch die Pampa manövrieren, der Rexton bleibt ihm trotz seiner üppigeren Abmessungen stets auf den Fersen.

      Dafür fährt der Kia im City-Dschungel und auf kurvigen Landstraßen dank der agilen Lenkung Kreise um seinen Konkurrenten. Da diese bei schneller Fahrt die notwendigen Rückstellkräfte aufbaut, fällt exaktes Kurshalten leicht. Gemeinsam mit dem straff, aber schluckfreudig ausgelegten Fahrwerk schwimmt man selbst auf kurvenreichen Strecken relaxt mit.

      Diesbezüglich tut sich der Ssangyong deutlich schwerer. Seine Federelemente übermitteln neben herben Stößen auf kurzen Absätzen auch starke Roll- und Wankbewegungen bei langen Wellen und zackigen Kurven.

      Fazit: Der rundum gelungene Kia Sorento kann den erheblich teureren Newcomer Ssangyong Rexton in der Summe der Eigenschaften deutlich überflügeln.
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      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"

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