Parken am Hang mit Folgen

      Parken am Hang mit Folgen

      Gang einlegen, Handbremse ziehen: Die Fahrschulregel fürs Parken auf abschüssigem Gelände ist offenbar schnell verlernt. Immer wieder gibt’s Ärger mit der Versicherung.
      Talfahrt: Ein Autofahrer parkte an einer Straße mit zehn Prozent Gefälle. Die Handbremse zog er an, aber die Gangschaltung ließ er im Leerlauf. Schon kurz nachdem er sich entfernt hatte, rollte das Auto ins Tal und donnerte gegen eine Mauer. Die Reparatur des Wagens sollte seine Vollkasko bezahlen, doch die Assekuranz weigerte sich erfolgreich: An einer stark abschüssigen Straße zu parken, ohne einen Gang einzulegen, sei "grob fahrlässig", so die Richter. Zudem stellten sie fest: Auch wenn Autofahrer an derart steilen Hängen aus Versehen den dritten und nicht den ersten Gang einlegen, liege grobe Fahrlässigkeit vor (Oberlandesgericht Karlsruhe, 19 U 127/06).

      Mini-Steigung: Mehr Glück hatte ein Rheinländer, der sein Auto auf einer Straße mit zwei bis drei Prozent Steigung abstellte und weder die Handbremse anzog noch einen Gang einlegte. Die Richter konstatierten: Das sei zwar fahrlässig, aber eben nicht grob fahrlässig gewesen. Die Versicherung müsse deshalb zahlen (Oberlandesgericht Düsseldorf, 4 U 80/99).

      Freudentaumel: Eine Ehefrau wollte ihren Mann, der kurz zuvor am Herzen operiert worden war, im Krankenhaus besuchen. Als sie dort ankam, erwartete sie eine freudige Überraschung: Statt wie vermutet im Krankenbett zu liegen, empfing ihr Mann sie direkt am Parkplatz. Nach einer herzlichen Begrüßung nahm sie nur noch schnell ein Gepäckstück aus dem Wagen und vergaß, die Handbremse anzuziehen. Kaum war sie mit ihrem Mann ins Hospital gegangen, rollte das Auto rückwärts gegen einen Baum. Den Blechschaden musste die Vollkasko zahlen: Da die Frau ihr Gepäck aus dem Wagen nehmen konnte, ohne dass er ins Rollen kam, könne das Gefälle "nicht besonders groß" gewesen sein, so die Richter. Zudem sei der Frau zugute zu halten, dass sie beim Anblick des schnell genesenen Gatten aufgewühlt gewesen sei (Landgericht Hanau, 7 O 227/92).


      Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 47, 19.11.2007
      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"
      Armes Deutschland! :nene:
      Mit was sich dt. Gerichte abmühen müssen!
      (Also ich weis nich ob ich der Einzige bin dem trotz
      gang einlegen der selbige wieder rausgerutscht ist!^^ :japaner:)
      Also wenn einer die "feststellbremse" zieht und das nich reicht
      was soll man da bitte noch machen mit nem PKW!?
      fest Bolzen, anketten oder Hemschuhe mitschleppen :?:........
      MFG F l a t . . . . .

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