Wenn es Streit um die Reparatur gibt

      Wenn es Streit um die Reparatur gibt

      Oft streiten sich Autofahrer und Versicherungen über die Reparaturkosten nach einem Unfall. Wenn die Auseinandersetzung vor Gericht endet, kann es mal so, mal anders ausgehen, wie aktuelle Urteile zeigen.

      Eine beliebte Strategie von Autobesitzern nach einem unverschuldeten Crash: Sie kassieren von der gegnerische Versicherung die vollen Reparaturkosten, lassen das Auto nur notdürftig reparieren und verbuchen die Differenz als Zusatzeinnahme. Der Bundesgerichtshof hat jedoch klargestellt: Besitzer haben keinen Anspruch auf Erstattung der vollen Reparaturkosten, wenn diese den Wert des Autos vor dem Unfall um mehr als 30 Prozent übersteigen (VI ZR 258/06). Ihnen stehe dann nur so viel zu, wie der Kauf eines vergleichbaren gebrauchten Autos koste.

      In einem ähnlichen Fall schlugen sich die Richter auf die Seite eines Geschädigten. Die gegnerische Versicherung hatte nicht die vollen Reparaturkosten von 13 800 Euro überwiesen, sondern einen fiktiven Schrottwert von 4 300 Euro abgezogen, obwohl ein Sachverständiger 2 000 Euro errechnet hatte. Die Richter entschieden: Entscheidend sei das Votum des Sachverständigen, auch wenn ein höheres Angebot aus einer "Internet-Restwertbörse" vorliege (VI ZR 217/06).


      Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 37, 10.09.2007
      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"

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