Hecke gehört nicht zur Fahrbahn

      Hecke gehört nicht zur Fahrbahn

      Erst von der Fahrbahn in den Grünstreifen gedrängt und dann dort auch noch von einer Hecke gebremst – das brachte eine Autobesitzerin in Rage. Sie machte die Straßenmeisterei für die Schäden am Auto verantwortlich. Die Rechnung machte sie aber ohne die Richter.

      Ein Autofahrer fuhr mit seinem Audi auf der linken Spur der Autobahn A 5, als vor ihm plötzlich ein Lastwagen nach links ausscherte. Der Audi-Pilot musste ausweichen und geriet auf den Grünstreifen in der Mitte der Autobahn. Dort ragten Äste einer Hecke über die Leitplanke und beschädigten den Wagen stark. Seine Frau verklagte als Eigentümerin des Wagens daraufhin das Land Baden-Württemberg auf 3 578 Euro. Die Straßenmeisterei hätte die Hecke rechtzeitig stutzen müssen, argumentierte die streitlustige Dame.

      Das Oberlandesgericht Karlsruhe machte ihr einen Strich durch die Rechnung: Die Verkehrssicherungspflicht des Landes gelte nicht für Äste, die auf den Grünstreifen in der Autobahnmitte ragen, stellten die Richter klar (10 U 170/05). Denn der Streifen gehöre nicht zur Fahrbahn und sei, anders als von der Frau reklamiert, auch nicht für Ausweichmanöver im Notfall vorgesehen. Somit brauche "der Luftraum über ihm auch nicht von hineinragenden Zweigen freigehalten zu werden".

      Quelle: Wirtschaftswoche
      "Immer wenn ich ein Schild mit Tempolimit 30 sehe, denke ich man muss ja nicht alles glauben, was man sieht!"

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